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	<title>08EINS &#187; News</title>
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		<title>Langer Samstag &#8211; 12 Stunden Kultur in Chur</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 14:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Willi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der ersten Austragung im 2007 ist 08EINS mit dem Projektmanagement-Mandat in der Funktion als Geschäftsstelle betraut und kümmert sich um Finanzierung, Kommunikation und Organisation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1598" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Marke_2010_220x340.gif"><img src="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Marke_2010_220x340-194x300.gif" alt="Langer Samstag 2010" title="Langer Samstag 2010" width="194" height="300" class="size-medium wp-image-1598" /></a><p class="wp-caption-text">Langer Samstag 2010</p></div>Am 13. November ist es wieder so weit: 15 Kulturhäuser öffnen von 12 &#8211; 24 Uhr ihre Türen. Über 180 Kurzprogramme im Halbstundentakt erwarten Gross und Klein &#8211; von Konzerten und Führungen über Workshops und Lesungen bis zu Theater und Performances. Neu dabei sind das Weinbaumuseum und die Fundaziun Capauliana. Das diesjährige Programm wird Anfang September bekannt gegeben.</p>
<p>Seit der ersten Austragung im 2007 ist 08EINS mit dem Projektmanagement-Mandat in der Funktion als Geschäftsstelle betraut und kümmert sich um Finanzierung, Kommunikation und Organisation.</p>
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		<title>Erster Goldgewinner</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 07:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1496" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://08eins.ch/wp-content/uploads/JONAS_KL.jpg"><img class="size-medium wp-image-1496" title="Dr Jonas isch üses Gold" src="http://08eins.ch/wp-content/uploads/JONAS_KL-225x300.jpg" alt="Dr Jonas isch üses Gold" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dr Jonas isch üses Gold</p></div>
<p>Breitbild hat einen ersten Gewinner der Aktion «Du bisch üsers Gold» gefunden. Unter die erste Auflage ihres neuen Albums «Was für a Moment» hat die Churer Band nämlich drei Gold-CDs geschmuggelt, die keine Songs, dafür die Nachricht vom Gewinn eines VIP-Eintritts samt Hotelübernachtung für die Plattentaufe von Breitbild abspielen. Diese geht am 2. Oktober im Churer Marsöl-Saal über die Bühne. Noch sind zwei weitere goldige Langspieler im Umlauf.</p>
<p><a href="http://breitbild.com/2010/06/vom-gold-und-seinem-wert-2/" target="_blank">Breitbild «Gold-CD»</a></p>
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		<title>Wenn der Blog zum Magazin wird.</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für das Schweizer WordPress Magazin haben 08EINS die Gestaltung übernommen. Das Fachmagazin richtet sich an Einsteiger und Profi&#8217;s im Internet-Bereich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1447" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2010-07-01-um-11.23.52.png"><img class="size-medium wp-image-1447 " title="Schweizer WordPress Magazin" src="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2010-07-01-um-11.23.52-300x212.png" alt="Schweizer WordPress Magazin" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Schweizer WordPress Magazin</p></div>
<p>Für das Schweizer WordPress Magazin haben 08EINS die Gestaltung übernommen. Das Fachmagazin richtet sich an Einsteiger und Profi&#8217;s im Internet-Bereich. Im Magazin sind Gestaltung und Realisation genauso enthalten wie Sicherheit und Hosting. Viel Spass beim Lesen.</p>
<p><a href="http://issuu.com/wpmagazin/docs/wpmagazin_01_2010" target="_blank">Hier geht es zum Schweizer WordPress Magazin PDF</a><br />
<a href="http://wp-magazin.ch/" target="_blank">Hier geht es zur Schweizer WordPress Homepage</a></p>
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		<title>Weltpremiere: Neo Tokyo Remix von Plasma</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 13:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Neo Tokyo hat den Song Crazy der Bündner Band Plasma geremixt. Eine Ehre, denn Neo Toyko aus Wales hat schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neo Tokyo hat den Song Crazy der Bündner Band Plasma geremixt. Eine Ehre, denn Neo Toyko aus Wales hat schon Remixes für Passion Pit, Ellie Goulding oder Foals gemacht. Im Interview mit DRS Virus-Moderator Danilo Bavier erzählt Romano von Plasma: «Auf dem englischen Radiosender BBC1 ist ein Remix von uns gelaufen und so sind weitere Produzenten auf uns aufmerksam geworden. Neo Tokyo hat kurzerhand die Files für die Remixes angefordert, bei seinen Referenzen geben wir die natürlich gerne». Das ganze Interview mit Plasma und den Neo Tokyo Remix hörst du als Weltpremiere am Donnerstag 29. April zwischen 17 und 18 auf DRS Virus. Und das Beste: du kannst ihn dir hier exklusiv als mp3 downloaden.</p>
<p><a href="http://www.virus.ch/Artikel/Weltpremiere-Neo-Tokyo-Remix-von-Plasma">DRS VIRUS</a><div id="attachment_1274" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2010-05-19-um-16.37.13.png"><img src="http://08eins.ch/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2010-05-19-um-16.37.13-150x150.png" alt="PLASMA" title="PLASMA" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1274" /></a><p class="wp-caption-text">PLASMA</p></div></p>
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		<title>Weltpremiere: «Raketa» von Breitbild</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Breitbild zünden die erste Stufe: Der Song «Raketa» ab dem kommenden Album ist bereits jetzt auf DRS Virus zu hören. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Breitbild zünden die erste Stufe: Der Song «Raketa» ab dem kommenden Album ist bereits jetzt auf DRS Virus zu hören. «Es isch din Moment, nimm das Für wo in dir brennt» rappen die Bündner Jungs, ein Plädoyer fürs Durchstarten. Du hörst den Song zum allerersten Mal am Radio am Montag Nachmittag bei Robin Rehmann.</p>
<p>Ab 3. Mai sind Breitbild jeden Montag Abend von 20-21 Uhr mit ihrer eigenen Radioshow auf DRS Virus zu hören: «Alles ausser Hip Hop», der Name ist Programm. Wenn es die Jungs aber nicht mehr aushalten, dann dürfen sie einen Joker einlösen und trotzdem einen Hip Hop Track spielen. Wir sind gespannt!</p>
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		<title>Dabu Fantastic goes on and on!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dabu Fantastic wagen sich zum Frühlingsanfang aufs Glatteis und behaupten: “Jedä Hät Än Mac”. Egal ob MacBook, iPhone, iPod oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dabu Fantastic wagen sich zum Frühlingsanfang aufs Glatteis und behaupten: “Jedä Hät Än Mac”. Egal ob MacBook, iPhone, iPod oder nur die weissen Kopfhörer, irgendwas hat jeder. In diesem Song erzählt die frische Liveband zusammen mit Dump Funk von den Macs, die jeder hat und den Macs, die keiner mehr will. Das Patchwork-Video ist zusammengestellt aus den besten Bildern, die Freunde und Fans der Band eingesandt haben, einer einmaligen Aktion vor dem Apple Store in Zürich und den Aufnahmen der integrierten iSight-Kameras der Macs der Musiker. Ein Birchermüesli von Mac-Jüngern und Apfel-Gläubigen, kombiniert mit 5 Minuten feinster Musik! Und ausserdem der erste veröffentlichte Track des kommenden Dabu Fantatsic Albums “Discochugle”. Das Video gibt es hier: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=69_IZXpTxW0">http://www.youtube.com/watch?v=69_IZXpTxW0</a></p>
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		<title>Ein Wochenende zwischen leeren Clubs und vollen Menschen&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[KOLUMNE VON ANDERS G. WORDEN Lang ist&#8217;s her da Mama&#8217;Sound noch regelmässig in unsereiner Lieblingsstadt zum Tanz mit schönen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>KOLUMNE VON ANDERS G. WORDEN</p>
<p>Lang ist&#8217;s her da Mama&#8217;Sound noch regelmässig in unsereiner Lieblingsstadt zum Tanz mit schönen Menschen lud. Lang waren die Parties, laut die Musik, voll die Gläser, kurz die Gästelisten, da jeder gern feierte, mitgröhlte, Bacchus huldigte und vor allem seine Leute durch bezahlen eines kleinen Beitrags an der Kasse unterstützte. Time passes by und die Sitten und Gebräuche ändern sich. Während zwar immer noch getrunken und zeitweilen auch getanzt wird, schreitet man heute meist mit geschwellter Brust zum Türsteher, zückt die Identitätskarte/den Pass/den gefälschten Schülerausweis, nimmt einen tiefen letzten Zug seiner Marlboro und pustet, begleitet von Staubpartikeln in Luft, dem Türsteher folgende vier Worte ins Gesicht: &#8220;Bin uf dr Lischta&#8230;&#8221;.</p>
<p>An und für sich kein Problem, wäre da nicht das kleine aber feine Problem, dass sich nur noch die wenigsten &#8220;zum zahlenden Pöbel herablassen&#8221; wollen und einen kleinen Beitrag zu Churs Nachtleben leisten&#8230; Chur feiert lieber Fasnacht, maskiert sich, verdeckt sein wahres Gesicht hinter einer ausgelassenen Maske, benimmt sich idiotisch, betrinkt sich so richtig, anstatt sich am Vorabend für ein wenig Musik aus dem Hause zu wagen&#8230; So jedenfalls passiert letzten Freitag im Selig in Chur, wo die Swiss Hip Hop Night mit dem Melser El Padre, der Soloflasche aus dem Berner 6er Gascho Yuri, sowie dem Solothurner Manillio und St. Gallens Nummer 1, CBN, Schweizer Sprechgesang präsentierte. Geschätzte 50 Leute (hätte ich gezählt, wärens wohl ein oder zwei weniger gewesen) fanden sich im Tanzlokal ein um den Klängen einheimischen Hip Hops zu lauschen. Dass da nicht gerade der Bär steppte war irgendwie fast schon verständlich. Zu gross war die Hemmschwelle, zu gering die Anonymität in der Masse, um mal gehörig die Sau rauszulassen. Umso erstaunter war ich über den Elan, den die Herren CBN und Manillio trotz leeren Rängen an den Tag legten.</p>
<p>Nur, wie rechtfertigt man sich als Churer für eine solche Konzertsituation? Wie erklärt man dem Künstler und sich selbst einen fast leeren Club an einem Wochenende in einer früher so belebten Stadt wie Chur? Aber was mich noch mehr beschäftigt: Ist Hip Hop in Chur tot? Dem Elektro, der Halli Galli Musik oder gar der Apathie in Churs Nachtleben gewichen? Wir waren doch mal sowas wie eine Hochburg für Rap in der Schweiz. Da gabs doch Wochenende für Wochenende Konzerte, Jams, Battles und Parties. Oder war&#8217;s doch einfach die gute alte Fasnacht, die den braven Churer dazu bewegte, am Freitag zuhause zu bleiben und sich für den Samstag auszuruhen? Wenn ja, dann setzt euch die Maske auf, trinkt zu der Karavane, denn der Sultan hat Durst und lasst die Maske am besten gleich auf, wenn damit in Chur wenigstens wieder volle Lokale garantiert sind. Ich erkläre den Künstlern lieber Clownmasken im Publikum als kein Publikum im Club&#8230;</p>
<p>Danke und schönes Narrentreiben euch.</p>
<p>Ein letzter Fan ist</p>
<p>Anders G. Worden</p>
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		<title>GRISON-MELTING-POINT</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ägypter feiern gerne. Geburtstage, Verlobungen und Hochzeiten sind hier Anlass genug, um ganze Strassen abzusperren und diese detailverliebt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ägypter feiern gerne. Geburtstage, Verlobungen und Hochzeiten sind hier Anlass genug, um ganze Strassen abzusperren und diese detailverliebt und überschwänglich zu dekorieren. Da wird richtig dick aufgetragen. Da es scheinbar zum guten Ton gehört, Europäer an Feierlichkeiten mit dabei zu haben, kamen wir – meine Partnerin Jacinta Candinas und ich – kürzlich in den Genuss einer Verlobungs-Teilnahme. Eine ägyptische Verlobung erlaubt es dem Paar lediglich, sich in Zukunft offiziell treffen zu dürfen. Das gemeinsame Wohnen geschweige denn das Austauschen von Zärtlichkeiten werden im Verlobungsstadium überhaupt nicht gutgeheissen. Ägyptische Vermählungen sind für uns ein praktisch nicht nachvollziehbares, langwieriges Prozedere. Da ein Paar wie gesagt erst nach der Hochzeit zusammenziehen darf, wird während Monaten, manchmal sogar während Jahren, Zeit in die Einrichtung, welche von Braut und Bräutigam und deren Familien angeschafft werden muss, investiert. Die Aufteilung der Güterbeschaffung ist klar definiert. Der Mann bringt die Möbel, die Waschmaschine, den Herd usw., die Frau ist zuständig für das Geschirr, die Bettlaken und Wanddekorationen aller Art. Klassische Rollenverteilung. Oft werden Paare sogar von den Familienoberhäuptern zusammengebracht, um ein finanzielles Desaster zu verhindern. Denn so eine Hochzeit geht ganz schön ins Geld. Zur Verlobung wird die Frau von ihrem Zukünftigen reichlich mit Schmuck beschenkt, was quasi eine Art Versicherung darstellen soll.</p>
<p>In unserem Falle waren ungefähr 200 geladene Gäste anwesend, welche sich in einer kleinen mit Lichterketten und Laternen geschmückten Strasse tummelten. Meist wird ein fulminant dekoriertes Podest aufgestellt, auf dem das Paar mehr oder weniger den ganzen Abend auf zwei prunkvollen Stühlen sitzt und Glückwünsche entgegennimmt. Das Ganze wird von einem DJ mit ägyptischer Popmusik dermassen ohrenbetäubend laut untermalt, dass es praktisch unmöglich ist, sich zu unterhalten. Natürlich wird dazu dann auch getanzt. Allerdings getrennt. Also Frauen mit Frauen und Männer mit Männern. Ab und zu gibt es spektakuläre Showeinlagen, wie Derwische (Mönche der muslimischen asketisch-religiösen Ordensgemeinschaft Tariqa, die in bunten Röcken eindrücklich zu tanzen wissen) oder auch clownesk anmutende Männer auf meterhohen Stelzen, die unglaublich gewandt durch die Leute tanzen. Dazu werden literweise Süssgetränke geschlürft und nicht minder süsse Torten verzehrt. So gegen Mitternacht nimmt die Sause dann ein Ende und das Paar geht, wohlgemerkt getrennt, nach Hause.</p>
<p>Kürzlich waren auffällig viel illustre Bündner hier in Kairo anzutreffen. Zum einen haben wir Familienbesuch bekommen: Mein Bruder, der Perkussionist Dario Sisera, der mit seiner Lebenspartnerin Anita Willi (Geschäftsführerin der Eventagentur 08eins) angereist kam, sowie Jacinta Candinas’ Bruder Adrian Candinas, Mitglied der erfolgreichen Hip-Hop-Formation Liricas Analas. Zum anderen ist vor ein paar Wochen der junge Engadiner Fotograf Flurin Bertschinger, welcher von der Pro Helvetia das «Artist in Residence»-Stipendium gewonnen hat, in Kairo eingetroffen. Und zu guter Letzt kam vor einigen Tagen der Trimmiser Kaspar Howald angereist, welcher momentan ein Praktikum bei der Pro-Helvetia-Aussenstelle Kairo absolviert. Kairo ist zwischenzeitlich offensichtlich eine Art Grison-Melting-Point.<br />
Gestern haben wir uns zusammen die Pyramiden von Giza angeschaut. Hier trifft der Orient schonungslos auf die okzidentale Welt. Vor Ort findet man imposante, bis zu 140 Meter hohe Pyramiden und die weltbekannte Sphinx, die stolz vor den Pyramiden Wache steht. Die Kraft dieser wunderbaren Bauten wird jedoch leider durch die Ansammlung von unendlich vielen Touristen, die sich oft und gerne in kurzen Hosen, Miniröcken, weissen Tennissocken oder freizügigen Topteilen, bewaffnet mit Fotoapparaten und Filmkameras, präsentieren, massgeblich getrübt. So kam es, dass wir die Kulturstätte im Eiltempo durchackerten um dann möglichst schnell wieder im praktisch touristenfreien Downtown-Kairo untertauchen zu können.</p>
<p>Nach wochenlanger wirklich harter Arbeit habe ich mir, natürlich auch des Besuchs wegen, einige Tage Ferien gegönnt, um nun mit neuem Elan wieder meine Arbeit aufzunehmen, mein Instrument zu erforschen, meine Musik zu vertiefen um früher oder später neue Ufer betreten zu können.</p>
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		<title>«BECAUSE RAMADAN» MAIL AUS KAIRO</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein für uns Westler unwirkliches Schauspiel ist hier in Kairo momentan im Gange. Die Stadt wirkt während des Tages wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein für uns Westler unwirkliches Schauspiel ist hier in Kairo momentan im Gange. Die Stadt wirkt während des Tages wie ausgestorben. Die meisten Restaurants haben ihre Pforten geschlossen, und auch viele Geschäfte haben dicht- gemacht. Es herrscht Ausnahmezustand. Wieso? «Because Ramadan», pflegen die Ägypter kurz und bündig zu informieren. Ramadan, so nennt sich der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, was ins Deutsche übersetzt nichts anderes als «Sommerhitze» bedeutet. Insofern schon mal ziemlich zutreffend.</p>
<p>Aber Ramadan ist auch der offizielle Fastenmonat, vom Koran mit klaren Dogmen diktiert. Während diesen 30 Rückbesinnungstagen nimmt hier nichts mehr seinen gewohnten Lauf. Man darf während des Tages, genau genommen von 4 Uhr bis 18.30 Uhr, nichts essen, nichts trinken und natürlich auch nicht rauchen. Im Prinzip drei Hauptbeschäftigungen der Ägypter, welche im Alltag für einen Monat nichts zu suchen haben. Ab 16 Uhr wird die Ruhe durch ein vehementes Verkehrschaos gestört. Sämtliche Autos, übrigens heiss begehrt sind hier Peugeots, scheinen sich auf den Strassen Kairos aufzuhalten. Denn um 18.30 Uhr wird das «Breakfast», also das «Fastenbrechen», eingenommen, welches allabendlich im familiären Rahmen festlich zelebriert wird.<br />
Und weil da keiner zu spät kommen will, macht man sich schon am späteren Nachmittag auf den Weg. Bedürftigen oder familienlosen Menschen erbietet sich die Möglichkeit, kostenlos in einer Art Strassenrestaurant, welches täglich für nur etwa eine Stunde aufgebaut wird, das Fasten zu brechen. Auch Jacinta Candinas und ich wurden, obwohl wir offensichtlich keine Muslime sind, herzlich dazu eingeladen.</p>
<p>Man sitzt im grossen Kreis an einem Tisch und isst in Windeseile Reis, Kartoffelsuppe und Salat mit Fladenbrot. Getrunken wird Leitungswasser, das durch den hohen Chlorgehalt stark an Schwimmbeckenwasser erinnert, aber eiskalt ist es halbwegs zu geniessen. Am Abend dann verwandelt sich die Stadt total. Es wird gegessen, getrunken und geraucht bis in die frühen Morgenstunden. Kinder zünden Feuerwerks- und Knallkörper im Minutentakt. Die Leute machen einander Geschenke und sogar uns passiert es ab und zu, dass wir Datteln oder Getränke in die Hand gedrückt bekommen.</p>
<p>Man könnte meinen, dass die Umsätze durch das kollektive Fasten in den Keller fallen müssten. Aber das Gegenteil ist der Fall, während des Ramadans werden hier so viele Lebensmittel wie in sechs «normalen» Monaten verbraucht. Und da man sich für die Familienanlässe selbstverständlich auch gut anzuziehen hat, steigen die Umsätze des Gewerbes rasant. Gegen 4 Uhr in der Früh wirds dann plötzlich muxmäuschenstill. Keine Menschenseele hält sich mehr auf den Strassen auf. Lediglich die Gebetsgesänge der Muezzine sind aus allen Richtungen wahrzunehmen. Ein akustisches Spektakel, mystisch und bezaubernd zugleich!</p>
<p>Bereits vor drei Wochen haben wir Tito kennen gelernt. Eine Bekanntschaft, die sich als sehr wertvoll erwiesen hat. Tito ist ein Stadtoriginal. Von Beruf vielerlei. Des einen arbeitet er für den französischen Fernsehkanal TV5, zum anderen ist er Boutiquen- und Kaffeehausbesitzer. Doch seine wahre Passion gilt der Teppichknüpfkunst. Er ist für einen Ägypter äusserst sprachgewandt. Arabisch, Polnisch, Französisch, Englisch und sogar ein paar Brocken Deutsch spricht Tito. Er hat auch länger in verschiedenen Ländern Europas gewohnt, wo er auch, will man seinen Erzählungen Glauben schenken, verschiedenste Familien gegründet hat. Tito gab uns einen Egypt-Survival-Crash-Kurs. Wie viel man wo für was zu bezahlen hat, wos das beste Fleisch gibt und viele andere wertvolle Tipps. Auch ist er ein Meister im Auftreiben von raren Produkten. Einzig eine Pfeffermühle zu organisieren, ist scheinbar selbst für Tito ein Ding der Unmöglichkeit. Im islamischen Stadtteil von Kairo will er im Dezember ein Jazzkonzert organisieren. Ich soll da mit ägyptischen und Schweizer Musikern in einem kleinen Theater auftreten. Soweit Titos Vorhaben. Obs dann wirklich stattfinden wird, steht momentan noch in den Sternen. Inshallah, würde man hier sagen.</p>
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		<title>EIN ERSTES MUSIKALISCHES HIGHLIGHT IN DER HITZE</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haempa Maissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein fremdes Land bereist, macht sich, ob er will oder nicht, bestimmte Vorstellungen davon, wie es dort sein wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein fremdes Land bereist, macht sich, ob er will oder nicht, bestimmte Vorstellungen davon, wie es dort sein wird. Auch von Kairo hatte ich mir natürlich ein</p>
<p>Bild gemacht. Selten war die Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit dermassen gross. Dies hat aus meiner Sicht vor allem einen Grund. Hier, in dieser Orient-Metropole, können verschiedenste Gegensätze absolut friedlich nebeneinander bestehen.</p>
<p>Kairo ist ein Moloch. Es pulsiert Tag und Nacht. Kairo ist bunt, glitzernd und funkelnd, aber auch fad-braun-beige, marode und dreckig. Kairo ist laut, sehr laut und dissonant. Die Strassenakustik ist geprägt, obwohl ausdrücklich verboten, von wildem, permanentem Gehupe und lautstarkem Gerede – um nicht zu sagen Geschrei. Verschiedenste unbekannte, gewürzartige, wohlduftende Gerüche mischen sich mit dem fürchterlichsten Gestank. Kairo ist chaotisch, Verkehrsregeln werden partout missachtet. Und obwohl man auf den ersten Blick die Stadt als eher hektisch empfinden mag, versprüht der Alltag in Downtown-Kairo, wo wir leben, eine sehr angenehme Gemütlichkeit. Diese und viele andere Tatsachen machen Kairo liebenswert.</p>
<p>Momentan sind die Menschen aufgrund der beinahe unerträglichen Hitze während des Tages eher nachtaktiv. Mittlerweile haben wir, Jacinta Candinas und ich, unseren Rhythmus dem ägyptischen Lifestyle angepasst. Erst so gegen fünf Uhr morgens leeren sich die Strassen. Jedoch nur für eine kurze Zeit, denn um 5.30 Uhr ruft der Muezzin megafonverstärkt bereits wieder zum Gebet. Für uns besonders hart, da um 9 Uhr in der Früh bereits der Arabisch-Kurs beginnt. Eine Notwendigkeit, denn mit Englisch kann man sich hier wider Erwarten nur bedingt verständigen.<br />
Trotz der sprachlichen Verständigungsprobleme ist es erstaunlich, wie schnell man sich in Kairo ein soziales Netzwerk aufbauen kann. Bereits nach zwei Wochen Kairo haben wir regen Kontakt zu einheimischen Musikern, Künstlern, Kaffeehausbesitzern und anderen Lebenskünstlern. Es ist ein herzliches und kontaktfreudiges Volk. Auch gehört es für die Ägypter zum guten Ton, neu gewonnene Bekannte zum Essen zu sich nach Hause einzuladen, was auf uns Schweizer manchmal irritierend wirken kann. Im Sinne von: Der will mich doch bestimmt auf irgendeine Art und Weise ausnehmen. Ich wurde bis jetzt definitiv eines Besseren belehrt.</p>
<p>Letzten Mittwoch habe ich ein erstes musikalisches Highlight erlebt. Anlässlich des zehntägigen Cairo Music Festivals in der hiesigen Zitadelle spielte der ägyptische Jazzpianist, Komponist und Grammy Award Winner Fathy Salama mit seiner Band Sharkiat ein tolles Konzert. Jedem Jazzkenner würde sofort auffallen, dass die Musik von Salama und die des erst kürzlich verstorbenen Wiener Pianisten Joe Zawinul in ihrer Grundästhetik recht viel gemein haben. Treibende Afro- und Egyptgrooves mischen sich elegant mit analogen Synthesizerklängen und traditionellen Instrumenten wie Oud (lautenartiges Saiteninstrument), Darabouka oder der Rahmentrommel. Natürlich bieten die fast schon ausserirdisch-klingenden Kompositionen auch genügend Freiräume für ausufernde Improvisationen. Begleitet hat uns Ashraf von der Pro-Helvetia-Aussenstelle Kairo. Ashraf, seines Zeichens ein national bekannter Kunstmaler, kennt Fathy Salama persönlich und wird mich in Kürze mit ihm bekannt machen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, mit Salama, falls es seine Zeit zulässt – er pendelt oft zwischen Paris und Kairo -, ein Projekt aufzugleisen oder im Minimum mal eine Jam-Session zu spielen.</p>
<p>Am kommenden Wochenende beginnt der Ramadan. Wie uns Einheimische berichten, soll dann die Stadt Kopf stehen. Tagsüber sind die Strassen wie leer gefegt, die Geschäfte bleiben zum grossen Teil geschlossen und die Leute sollen wegen des knurrenden Bauches, der durstigen Kehle und der Hitze, die der August hier so mit sich bringt, im Allgemeinen ziemlich aufgekratzt und mürrisch sein. Dafür soll nachts dann mit Musik, Speis und Trank die Post abgehen. Ich sehe diesem Fastenmonat gespannt entgegen. Darüber werde ich unter anderem in Kürze an dieser Stelle gerne berichten. Salam!</p>
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